Was bewirkt Vitamin K in Ihrem Körper und müssen Sie es einnehmen?
Brauche ich ein Vitamin-K-Präparat?
Es gibt so viele Vitamine, die unser Körper benötigt, dass es schwierig sein kann, herauszufinden, was wir täglich essen müssen, um jedes einzelne davon zu erhalten — unsere Liste der Vitamine und Nährstoffe sowie deren Vorkommen könnte dabei helfen!
Eines davon ist Vitamin K, ein Vitamin, über das nicht viele Menschen viel wissen. Wir hören ständig von den Vitaminen A, C und E sowie von B-Vitaminen, aber Vitamin K ist ebenfalls wichtig. Lassen Sie uns also mehr über diesen Nährstoff erfahren, um zu sehen, worum es dabei geht.
- Woher kommt Vitamin K?
- Was bewirkt Vitamin K in Ihrem Körper?
- Lebensmittel, die reich an Vitamin K sind
- Vitamin-K-Dosierung
- Was sind 4 Anzeichen für einen Vitamin-K-Mangel?
Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin, das heißt, es wird mit den Fetten, die wir essen, aufgenommen und in unserem Fettgewebe gespeichert – im Gegensatz zu wasserlöslichen Vitaminen, die in unserem Körper gelöst und über den Urin ausgeschieden werden.
Es gibt es in zwei Formen: Phyllochinon (Vitamin K1), das in grünem Blattgemüse wie Grünkohl, Spinat und verschiedenen Kohlarten vorkommt, sowie Menachinone (Vitamin K2), die von Bakterien im Körper produziert werden und auch in Fleisch, Käse und Eiern enthalten sind.
Es ist überall im Körper zu finden, etwa in Leber, Gehirn, Herz, Bauchspeicheldrüse und Knochen. Da es schnell abgebaut und über Urin und Stuhl aus unserem System ausgeschieden wird, erreicht unser Körper keine toxischen Mengen an Vitamin K; selbst bei hoher Zufuhr ist es daher im Allgemeinen sicher zu konsumieren.
In Bezug auf die Funktion von Vitamin K: Vitamin K hilft unserem Körper bei der Bildung von Proteinen (Prothrombin), die für den Knochenaufbau und die Blutgerinnung benötigt werden. Dies bewahrt uns bei Verletzungen vor übermäßigen Blutungen.
Wirkt Vitamin K blutverdünnend? Nein, es verdickt (gerinnen) unser Blut, um Blutungen zu stoppen. Deshalb kann es die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten wie Warfarin entgegenwirken (und umgekehrt).
Wie sieht es mit anderen Vorteilen von Vitamin K aus?
Im Hinblick auf die Knochengesundheit könnte es einen Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin-K-Spiegel und Osteoporose geben, während Studien einen Zusammenhang zwischen höheren Vitamin-K-Spiegeln und einem verbesserten episodischen Gedächtnis bei älteren Erwachsenen gefunden haben. Es gibt also Potenzial für Vorteile von Vitamin K für die kognitive Gesundheit.
Darüber hinaus kann Vitamin K dazu beitragen, den Blutdruck niedrig zu halten, indem es verhindert, dass sich Mineralien in unseren Arterien ablagern, was natürlicherweise mit zunehmendem Alter geschieht und einen Hauptrisikofaktor für Herzkrankheiten darstellt. Ein ausreichender Vitamin-K-Spiegel senkt zudem das Schlaganfallrisiko.

Woher bekommt man Vitamin K?
Phyllochinon:
- Grünes Blattgemüse wie Grünkohl, Spinat, Blattkohl, Weißkohl, Brokkoli, Rübstiel, Salat und Rosenkohl
- Raps- und Sojaöl sowie Salatdressings, die diese enthalten
Menachinone:
- Natto
- In kleinen Mengen in Fleisch, Käse und Eiern enthalten
Die tägliche Zufuhr von Vitamin K sollte bei 120 mcg für Männer und 90 mcg für Frauen liegen. Wenn Sie ein Vitamin-K-Präparat einnehmen – die Hauptform ist hierbei Vitamin K1 – oder Vitamin-K-reiche Lebensmittel essen, achten Sie darauf, diese zusammen mit etwas Fett zu verzehren, um die Aufnahme zu verbessern, da Vitamin K fettlöslich ist. Dies könnte etwa durch die Zugabe von Avocado oder Olivenöl zu einem grünen Blatt-Salat geschehen.
Es gibt keine Nebenwirkungen von Vitamin K aus Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln, aber bedenken Sie, dass bisher keine maximale sichere Dosis festgelegt wurde.
Bei Erwachsenen ist ein Vitamin-K-Mangel tatsächlich recht selten, da wir normalerweise genug von den Lebensmitteln zu uns nehmen, in denen das Vitamin enthalten ist.
Dennoch können bestimmte Medikamente wie Antibiotika die Aufnahme und Verwertung von Vitamin K blockieren, und Menschen mit Erkrankungen, die die Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung beeinträchtigen, können ebenfalls einen Mangel entwickeln. Wenn Sie Antibiotika einnehmen, achten Sie darauf, viele vitamin- und mineralstoffreiche Lebensmittel zu konsumieren.
Einige Säuglinge können ebenfalls einen Mangel entwickeln, da Vitamin K nicht durch die Plazenta gelangt und auch Muttermilch nur geringe Mengen enthält. Wenn Säuglingen kein Vitamin K gegeben wird, kann die begrenzte Menge an blutgerinnenden Proteinen bei der Geburt das Risiko für Blutungen erhöhen. Aus diesem Grund erhalten Neugeborene in der Regel eine Vitamin-K-Injektion.
Vier Anzeichen für einen Vitamin-K-Mangel sind:
- Blutungen
- Wenn Ihr Arzt eine verlängerte Blutgerinnungszeit feststellt
- Hämorrhagien (starke Blutungen)
- Osteopenie oder Osteoporose
Fazit
Vitamin K ist unglaublich wichtig für unseren Körper, und im Allgemeinen müssen wir uns keine Gedanken darüber machen. Es gibt jedoch Zeiten, in denen unser Spiegel sinken kann, was schwerwiegende Folgen für unsere Gesundheit haben kann. Wenn Sie also mit der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten beginnen oder bemerken, dass Sie häufig bluten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um Ihre Werte überprüfen zu lassen.
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